Kendo (übersetzt: Der Weg des Schwertes) als moderne Form des japanischen Schwertkampfes entstand in seinen Grundzügen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Durch die Kombination und Vereinfachung Techniken alter Schwertschulen sollte eine neue Form des Schwertkampfes geschaffen werden, die ohne große Verletzungsrisiken gelehrt werden konnte. Aus diesen Ansätzen entstand im Laufe des vergangenen Jahrhunderts die heutige Form des Kendo.
Kendo wird mit einer Schutzausrüstung (Bogu) und einem Bambusschwert (Shinai) ausgeführt. Diese Ausrüstung erlaubt es zwei Kendoka miteinander zu trainieren und gegeneinander zu kämpfen. Kendo ist ein Kontaktsport und es gibt freie Kämpfe indem die einzelnen Kämpfer ohne Absprachen gegeneinander antreten.
Unser Sport wird nicht nur im eigenen Verein ausgeübt. Es gibt eine ausgeprägte Turnierlandschaft von regionalen Wettkämpfen bis zur Weltmeisterschaft. Daneben gibt es Lehrgänge bei denen Sportler aus den verschiedenen Vereinen zusammenkommen. Abschließend gibt es noch Prüfungen. Kendo hat wie andere Budo-Disziplinen wie Judo ein mehrstufiges Prüfungssystem. Anders als beim Judo werden die unterschiedlichen Ränge aber nicht durch Gürtel oder Ähnliches angezeigt.
Das Training ist oft sportlich anspruchsvoll und fordert die volle Konzentration. Zentrales Element dieses Sports ist es das eigene Kendo durch jahrelanges und konstantes Üben zu Verbessern. Kendo ist kein Sport für kurzfristige Erfolge, sondern eine Aktivität, die - sinnvoll ausgeübt - über Jahre dein Leben begleitet. Man braucht dafür Zeit und einen langen Atem. Wenn man diese Voraussetzungen mitbringt, ist Kendo aber für jeden geeignet unabhängig von sportlichem Talent oder Vorerfahrungen.